Gutartige Prostatavergrößerung
Holmium-Laser zur Verkleinerung auch einer stark gewachsenen Prostata

Zur Behebung einer Prostatavergrößerung werden zunehmend schonende Laserverfahren genutzt. Der Holmium-Laser kann übermäßigen Harndrang und andere Blasenprobleme beseitigen, die mit der Erkrankung einhergehen. Das Besondere am Holmium-Laser: Mit ihm lassen sich auch Gewebeproben für die Krebsvorsorge-Untersuchung gewinnen.
Gute Erfolgsaussichten
Vorteile des Holmium-Lasers
Eine operative Prostataverkleinerung kann notwendig werden, wenn Medikamente gegen die Beschwerden nicht mehr helfen. Der Holmium-Laser bietet eine gute Möglichkeit, den Eingriff erfolgreich durchzuführen:
- Mit dem Holmium-Laser kann eine Prostata jeder Größe behandelt werden.
- Der Holmium-Laser sorgt für einen guten Gefäßverschluss und macht Blutungen sehr unwahrscheinlich.
- Unerwünschte Folgeerscheinungen sind seltener als bei manchen anderen Verfahren.
- Das Behandlungsverfahren mit dem Holmium-Laser liefert Gewebeproben zur Untersuchung auf Prostatakrebs.
- Eine Laboruntersuchung von entferntem Prostatagewebe ist zum Beispiel wünschenswert, wenn beim Patienten bestimmte Risikofaktoren für Prostaatkrebs vorliegen. Prostatakrebs ist bei Männern heute die häufigste Krebsart, mit zunehmendem Alter kommt er häufiger vor.

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Holmium-Laser dient vor allem zum punktgenauen Schneiden des Gewebes
Wie funktioniert der Holmium-Laser?

Eine operative Prostataverkleinerung kann notwendig werden, wenn Medikamente gegen die Beschwerden nicht mehr helfen. Der Holmium-Laser bietet eine gute Möglichkeit, den Eingriff erfolgreich durchzuführen:
- Beim Holmium-Laser wird der gepulste Laserstrahl durch einen Yttrium-Aluminium-Granat-Kristall erzeugt, der zusätzlich mit Holmium, einem Metall der seltenen Erden, angereichert ist. Der Holmium-Laser dient vor allem zum punktgenauen Schneiden des Gewebes.
- Für die Operation schiebt der Chirurg über den Harnröhrenausgang eine Laserfaser bis in die Blase mit Hilfe eines Endospos vor.
- Eine Miniaturkamera liefert ein hochauflösendes Bild der Behandlungsregion.
- Der Laser erzeugt durch einen kalkulierten Hitzeeffekt eine Schneidwirkung. So lässt sich das überschüssige Prostatagewebe nach Belieben abtrennen.
- Die abgelösten Gewebeteile landen in der Blase. Anschließend werden sie mit Hilfe eines sogenannten Morzellators oder auch mit einer Elektroschlinge zerkleinert und dann abgesaugt.
- Die Verkleinerung der Prostata wirkt sich üblicherweise sofort aus, der Harnabfluss verbessert sich.
- Durch die Wärmewirkung des Holmium-Lasers verschließen sich verletzte Blutgefäße während des Eingriffs in der Regel augenblicklich. Der Gefäßverschluss ist allerdings weniger ausgeprägt als bei der Verdampfung der Prostata mit dem Greenlight-Laser.
Die Operation mit dem Holmium-Laser erfolgt unter Narkose. Die Erholung danach gelingt erfahrungsgemäß schnell, der notwendige Klinikaufenthalt verkürzt sich.
Folge ist häufig eine sogenannte retrograde Ejakulation
Mögliche Nebenwirkungen einer Holmium-Laser-Behandlung
Eine operative Prostataverkleinerung kann notwendig werden, wenn Medikamente gegen die Beschwerden nicht mehr helfen. Der Holmium-Laser bietet eine gute Möglichkeit, den Eingriff erfolgreich durchzuführen:
- Für den Holmium-Laser gilt: Wie bei anderen Eingriffen zur Prostataverkleinerung kann es nach der Behandlung vorübergehend zu Potenzstörungen kommen. Diese halten jedoch nur bei einer geringen Zahl der Betroffenen an.
- Durch Prostataverkleinerungen wird in der Mehrzahl der Fälle die Muskulatur des Blasenauslasses beeinträchtigt. Folge ist häufig eine sogenannte retrograde Ejakulation. Das heißt, ein Großteil der Samenflüssigkeit gelangt bei einem Samenerguss in die Blase. Das kann bei dem betroffenen Mann zu Unfruchtbarkeit führen. Die Erektions- und Orgasmusfähigkeit wird normalerweise nicht beeinflusst.


