Eine große Herausforderung bei der Wahl der Therapie

Stressharninkontinenz bei Frauen

 
Die Stressharninkontinenz bei Frauen stellt nach wie vor eine große Herausforderung bei der Wahl der Therapie dar, insbesondere aufgrund der Vielzahl von Faktoren, die den Therapieverlauf beeinflussen. Insbesondere bei der Behandlung von Grad I und II gibt es bis jetzt keine zufriedenstellenden Behandlungsmethoden.
Bereits mehr als 1100 Eingriffe durchgeführt

CO2-Laser-Therapie

In der kurz dauernden Behandlung, während der ein besonderer Impuls der Laserenergie sowohl die Ablation des Gewebes als auch starke Überwärmung verursacht, wird das Gewebe und Kollagen zur Regenerierung stimuliert. Weitere Vorteile wie keine Betäubung, keine Blutung oder keine chirurgische Inzesion übertreffen andere nicht nur konservative (wenig effizient) sondern auch operative (risikobelastet) Methoden. Darüber hinaus tragen noch weitere positiven Effekte zur Attraktivität dieser Behandlungsmethode bei, unter anderem die Erhöhung der Elastizität der Vagina, die Eliminierung der Dyspareunie und eine entzündungshemmende Wirkung. Der richtige Metabolismus der Vagina wird dabei hergestellt, denn die Scheidenhaut wird durch Stimulation zur Neubildung von Kollagen und Elastin angeregt, was dem Beckenboden und der Vaginalwand mehr Festigkeit und Stabilität verleiht. Die Durchblutung der Scheidenhaut wird angeregt, die Zellen werden revitalisiert und das Ziel der Behandlung, die Restaurierung des normalen Funktionierens von Harnröhrensphinktern, wird erreicht.

Wir verfügen über eine große Erfahrung, denn in unserer Einrichtung wurden bisher 1100 Patientinnen mithilfe der Lasertherapie behandelt und die Ergebnisse sind überwiegend zufriedenstellend. Eine oder zwei Behandlungen sind meistens ausreichend, seltener ist noch eine oder zwei Wiederholungen nötig, wobei die größte Zufriedenheit unter den Patientinnen nach drei Behandlung festgestellt wurde.

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Lange Therapiedauer und verzögert eintretenden Effekte

Konservative Behandlungsmethoden

Nach der 2013 erschienenen interdisziplinären S2e-Leitlinie, die derzeit überarbeitet wird, kommen neben Gewichtsreduktion, lokale Östrogenisierung (bei unklarer Therapiedauer und Applikationsart) und Beckenbodengymnastik die medikamentöse Therapie mit Duloxetin in Betracht [1]. All diesen Behandlungsoptionen ist gemein, dass sie aufgrund der langen Therapiedauer und der erst verzögert eintretenden Effekte (Beckenbodengymnastik) eine hohe Compliance der Patientinnen erfordern. Zusätzlich führen die erheblichen Nebenwirkungen bei der Duloxetin-Therapie zu hohen Abbruchraten [1]. Auch die als nächsten therapeutischen Schritt empfohlenen operativen Prozeduren sind aufgrund der langen Ausfallzeiten und Komplikationsraten (perioperativ allein ca. 12% Komplikationen bei Bandimplantaten) nicht ohne Nachteile [1, 2].
Literatur:
[1] Reisenauer, C. et al. Interdisziplinäre S2e-Leitlinie für die Diagnostik und Therapie der Belastungsinkontinenz der Frau. Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 2013, 73.
[2] Blaganje M. et al. Non-ablative Erb:YAG laser therapy effect on stress urinary incontinence related to quality of life and sexual function: A randomized controlled trial. Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. https://doi.org/10.1016/j.ejogrb. 2018.03.038
Register-Nr. 015/005, S. 1–5
Siehe auch: 72. Kongress der DGU e.V. 09.2020. Vaginale CO2-Laser-Therapie Wiederholungen nötig, wobei die größte Zufriedenheit unter den Patientinnen nach drei Behandlung festgestellt wurde.