ESWL gegen Nierensteine
Harnsteine ESWL
Ein schonendes Verfahren zur Nierensteinzertrümmerung
Falls Nierensteine Beschwerden bereiten oder einfach zur groß geworden sind, ist Abhilfe gefragt. Die Stoßwellentherapie per ESWL ist ein bewährtes Verfahren, das zuverlässig Ihre Nierensteine zertrümmern kann.Nierensteine zertrümmern ist manchmal unvermeidlich
Nierensteine (auch: Harnleitersteine oder Blasensteine) bilden sich aus Salzkristallen, die im menschlichen Urin enthalten sind. Unter ungünstigen Umständen können sie eine erhebliche Größe erreichen und den Harnabfluss behindern. Erhebliche Beschwerden bis hin zur Nierenkolik können die Folge sein.Nierensteine mit einem Durchmesser von mehr als 5 Millimetern sind in der Regel behandlungsbedürftig. ESWL ist das Verfahren, das zur Nierensteinzertrümmerung bei weitem am häufigsten angewendet wird – in Deutschland jährlich zehntausendfach. Die Abkürzung ESWL steht für „extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie“.
Wie ESWL Nierensteine zertrümmern kann
Bei ESWL werden fokussierte, hochenergetische Schallwellen als Stoßwellen eingesetzt. Wie durch die Bezeichnung nahegelegt, werden sie von einem Stoßwellengenerator erzeugt, der sich außerhalb des Körpers befindet. Diesen richtet der Arzt bei der Behandlung so aus, dass die Wellen durch Haut und Gewebe hindurch die Nierensteine erreichen.- Die Stoßwellen treffen bei ESWL mit hoher Energie auf die Steine, zersprengen sie und lösen sie in kleinere Bruchstücke auf.
- Die Frequenz der Stoßwellen beträgt 1 bis 1,5 Hertz.
- Die modernen Geräte erfassen auch die Nierensteinposition und erlauben gegebenenfalls Korrekturen.
- Die Nierensteinzertrümmerung erfolgt unter Ultraschallkontrolle. Das gewährleistet ein zielgenaues Arbeiten.
In den meisten Fällen lassen sich per ESWL vollständig Ihre Nierensteine zertrümmern. Sie behindern den Harnfluss dann nicht mehr, die Beschwerden verschwinden.
Die wenigsten Nierensteine sind größer als 1 Zentimeter und lassen sich mit ESWL gut behandeln. Größer als etwa 2 Zentimeter sollten sie jedoch nicht sein. Die Fragmente solcher größeren Steine könnten den Harnleiter verstopfen. Für die Nierensteinzertrümmerung bei größeren Exemplaren bietet sich zum Beispiel der Holmium-Laser oder eine perkutane Steintherapie an.

