Hernie – operative Behandlung

Die operative Behandlung einer Hernie ist eine definitive Therapieform, deren Ziel die Reposition der verschobenen anatomischen Strukturen sowie die Stärkung der geschwächten Schichten der Bauchwand ist. Die Wahl der Operationstechnik hängt von der Lage der Hernie, ihrer Größe und dem allgemeinen klinischen Zustand des Patienten ab.
Die Eingriffe werden von Dr. med. Marek Chlamtacz, FEBU, Facharzt für Urologie und Allgemeinchirurgie, durchgeführt.
In unserer Klinik orientieren wir uns seit 2004 an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU).
Chirurgische Behandlung von Hernien – Methoden und Indikationen
Klassische offene Chirurgie
Der konventionelle chirurgische Ansatz zeichnet sich durch einen einzigen, größeren Operationszugang aus, der einen direkten Blick auf die Stelle der Hernie und deren Reparatur ermöglicht.
Minimalinvasive Chirurgie – Laparoskopie
Die Methode der minimalinvasiven Chirurgie nutzt mehrere kleine Operationszugänge sowie eine Laparoskopie-Optik, was eine präzise Darstellung des Operationsfeldes bei gleichzeitiger Verringerung der Invasivität des Eingriffs gewährleistet.
Lichtenstein-Technik
Standardverfahren zur Behandlung einer Leistenhernie unter Verwendung eines synthetischen Netzes, das zur Rekonstruktion und Stabilisierung des Leistenkanals implantiert wird.
Operation mit dem da Vinci-Roboter
Eine fortschrittliche Form der minimalinvasiven Chirurgie unter Einsatz eines Robotersystems, das eine höhere Präzision der chirurgischen Manöver und eine bessere Ergonomie für den Operateur gewährleistet.
Indikationen für einen chirurgischen Eingriff zur Behandlung einer Hernie
Die Entscheidung für eine operative Behandlung sollte getroffen werden, wenn folgende klinische Situationen vorliegen:
- Hernieninkarzeration – Einklemmung der Hernie, die eine unmittelbare Lebensgefahr darstellt
- Schmerzsyndrom – Schmerzen, die die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigen
- Gefäßkomplikationen – Störungen der Darmdurchblutung
- Krankheitsprogression – fortschreitende Vergrößerung der Hernie
- Verschlimmerung der Symptomatik – Zunahme der Intensität der klinischen Symptome
Ablauf einer Hernienoperation
- Vorbereitung: Umfasst eine fachärztliche Beratung sowie die Durchführung von Laboruntersuchungen.
- Anästhesie: Je nach Umfang des Eingriffs wird eine Vollnarkose oder eine Lokalanästhesie angewendet.
- Chirurgischer Vorgang: Reposition des Bruchsackinhalts und Implantation von Verstärkungsmaterial in Form eines synthetischen Netzes.
- Postoperative Betreuung: Kurzzeitiger Krankenhausaufenthalt, geeignete Verbände und gegebenenfalls medikamentöse Schmerztherapie.
Vorteile einer operativen Hernienbehandlung
- Verhinderung einer Hernieninkarzeration
- Verringerung des Risikos von Komplikationen
- Verhinderung von Darmnekrosen, Darmverschlüssen und Bauchfellentzündungen
Mögliche Komplikationen bei der operativen Behandlung von Hernien
- Postoperative Schwellungen
- Schmerzen
- Infektionen der Operationsstelle
- Postoperative Blutungen
Hinweis: Die Einhaltung der postoperativen Anweisungen ist entscheidend für einen reibungslosen Heilungsverlauf und die Minimierung des Komplikationsrisikos.

