Behandlung von Harnröhrenverengungen mit dem EVOLVE™-Diodenlaser oder dem LYSA-Holm-Laser

Harnröhrenverengung – Behandlung
Die technologisch fortschrittlichste Methode zur Behandlung von Harnröhrenverengungen. Je nach Art der Harnröhrenverengung setzen wir den EVOLVE-Diodenlaser oder den LYSA-Holm-Laser ein. Der Evolve-Diodenlaser verdampft die Harnröhrenverengung. Der Holmlaser schneidet die Verengung auf. Die Wahl des Lasertyps treffen wir individuell während des Eingriffs, um das bestmögliche Ergebnis beim Aufschneiden der Verengung zu erzielen und gleichzeitig das Risiko eines Rückfalls der Harnröhrenverengung zu minimieren.
Dank der Möglichkeit, unsere Dioden- und Holmiumlaser zur Behandlung von Harnröhrenverengungen einzusetzen, wenden wir die Methode des Schneidens mit dem sogenannten Kaltmesser nicht mehr an.
Die Eingriffe werden von Dr. med. Marek Chlamtacz, FEBU, Facharzt für Urologie und Allgemeinchirurgie, durchgeführt.
In unserer Klinik orientieren wir uns seit 2004 an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU).
Wie behandeln wir eine Harnröhrenverengung?
Die Wirkungsweise des Holmium-Lasers (Ho:YAG) umfasst sowohl einen photothermischen als auch einen photomechanischen Vorgang. Im photomechanischen Prozess kommt es zu einer schnellen Verdampfung von Wasser in den Steinen oder Geweben, wodurch lokalisierte Hochdruckzonen entstehen und Kavitationsblasen gebildet werden, die anschließend kollabieren und intensive Stoßwellen aussenden.
Ein wesentlicher Vorteil des Evolve-Systems ist die Möglichkeit der Luftkühlung, der Wegfall der Hochspannungsversorgung sowie die größere Mobilität des Lasergenerators im Vergleich zu Ho:YAG-Lasern. Der Hauptanwendungsbereich des Evolve-Lasers bleibt die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH), wo er zur obturativen Vaporisation von Prostatagewebe eingesetzt wird.
Was sind die Ursachen einer Harnröhrenverengung?
Eine Harnröhrenverengung bei Männern ist im Wesentlichen eine Verengung des Harnröhrenlumens, die auf eine Fibrose oder Vernarbung der Harnröhrenschleimhaut oder des Schwellkörpers zurückzuführen ist. Dieser Prozess ist durch die Ersetzung des normalen, elastischen Gewebes durch vernarbtes, unelastisches Kollagengewebe vom Typ I gekennzeichnet, was zu einer mechanischen Behinderung des Harnflusses führt.
Zu den häufigsten Ursachen für Verengungen gehören Verletzungen des Damms oder des Beckens, das Legen eines Katheters, endoskopische Eingriffe an der Blase oder der Prostata sowie Infektionen. Epidemiologischen Daten zufolge tritt eine Harnröhrenstenose bei 0,6-1,4% der männlichen Bevölkerung auf, wobei das durchschnittliche Erkrankungsalter bei 41-45 Jahren liegt und das Risiko ab dem 55. Lebensjahr zunimmt.
Was sind die Symptome einer Harnröhrenverengung?
Das Hauptsymptom einer Harnröhrenverengung ist ein schwacher Harnstrahl. Die Patienten berichten zudem über einen gespaltenen Harnstrahl, häufiges Wasserlassen, Harndrang, die Notwendigkeit, beim Wasserlassen zu pressen, Schmerzen beim Wasserlassen sowie wiederkehrende Harnwegsinfektionen. Bei einigen Patienten kann es zu einem vollständigen Harnverhalt kommen, was einen Zustand darstellt, der eine sofortige medizinische Intervention erfordert.
Ein wichtiger diagnostischer Unterschied zur benignen Prostatahyperplasie ist die Beeinträchtigung der Ejakulation, die charakteristischerweise bei Harnröhrenverengungen auftritt. Darüber hinaus sprechen Patienten mit Harnröhrenverengungen nicht auf die typische medikamentöse Therapie an, die bei Prostatahyperplasie angewendet wird.
Wie behandelt man eine Harnröhrenstriktur?
Die Harnröhrenverengung (Strictura urethrae) stellt eine der größten Herausforderungen in der urologischen Praxis dar, betrifft vor allem Männer und ist durch ein hohes Rezidivrisiko gekennzeichnet. Der moderne Ansatz zur Behandlung dieses medizinischen Problems entwickelt sich hin zu immer präziseren minimal-invasiven Techniken, bei denen Lasertechnologien eine Schlüsselrolle spielen. Der Holmium-Laser (Ho:YAG) weist die am besten dokumentierte Wirksamkeit bei der Behandlung kurzer Harnröhrenverengungen auf, während der Evolve-Diodenlaser (980 nm) eine weniger wirksame Methode darstellt.
Schmerzt eine Harnröhrenverengung?
Ja, eine Harnröhrenverengung kann Schmerzen verursachen, jedoch nicht in allen Fällen. Schmerzen treten bei 41-71% der Patienten mit einer Harnröhrenverengung auf, wobei ihre Stärke und Art vom Schweregrad der Verengung, ihrer Lage sowie individuellen Faktoren abhängen. Studien zeigen, dass bei den meisten Patienten (64-74%) die Schmerzen nach einer erfolgreichen Behandlung der Verengung vollständig abklingen. Lasertherapien wie die Holmium-Laser-Urethrotomie zeichnen sich nicht nur durch eine hohe Wirksamkeit bei der Behandlung der Striktur aus, sondern auch durch ein schnelles Abklingen der Schmerzsymptome.

