TUSV Diagnostische und therapeutische Vesikuloskopie – männliche Unfruchtbarkeit, Blut im Sperma, schmerzhafte Ejakulationen, Ausbleiben der Ejakulation, verminderte Spermienzahl und -qualität, Prostataentzündung

Die Vesikuloskopie (TUSV, engl. transurethral seminal vesiculoscopy) ist ein endoskopisches Verfahren, bei dem ein Endoskop (häufig ein Ureteroskop) auf transurethralem Weg in den prostatischen Teil der Harnröhre eingeführt und anschließend – über die Mündungen der Ejakulationsgänge oder durch die Prostata – in die Samenbläschen. Dies kann durch Penetration der anatomischen Mündungen der Ejakulationsgänge oder durch Schaffung eines nicht-anatomischen Zugangs erfolgen. In der Regel ist die TUSV ein diagnostisch-therapeutischer Eingriff; neben der Überprüfung des Verdachts kann währenddessen eine Zangenbiopsie durchgeführt, ein Laser zum Zerkleinern von Ablagerungen oder zum Durchtrennen von Gewebe eingesetzt, Ablagerungen mit einem Korb oder einer Zange entfernt werden usw.

Der ESMT-Test (Endoscopic Seminal Milking Test) ist ein schmerzfreier endoskopischer Test zur Überprüfung der Durchgängigkeit der Samenleiter.

 Die Ergebnisse der TUSV-Vesikuloskopie sind am vielversprechendsten, wenn die Indikation für den Eingriff eine Hämatospermie ist (bei 58,52-94,4% der Patienten kam es zu einem Abklingen des Symptoms). Weniger spektakuläre Ergebnisse lassen sich bei Störungen der Ejakulatmenge und -qualität beobachten (Verbesserung in 66,7-69,4% der Fälle).

Bei der Vesikuloskopie lassen sich die Ejakulationsgänge (manchmal auch die Endabschnitte der Samenbläschen) verfolgen, die Samenbläschen SV können betrachtet werden, mit Hilfe einer Pinzette können Gewebeproben der SV-Schleimhaut zur histopathologischen Untersuchung entnommen oder mit Hilfe eines Holmium-Lasers Verengungen der Ejakulationsgänge aufschneiden. Werden Ablagerungen im Lumen der Ejakulationsgänge oder in den Samenbläschen SV festgestellt, können diese mit Hilfe von Nitinol-Körbchen oder Pinzetten entfernt werden. Die perioperativen Komplikationen überschreiten nicht den Grad I der Clavien-Dindo-Skala. Aufgrund der bisher durchgeführten Eingriffe kommen wir zu dem Schluss, dass die TUSV-Vesikuloskopie ein sicheres, wenn auch technisch anspruchsvolles Verfahren ist, das es in einigen Fällen – bei Blut im Sperma, Obstruktion der Samenbläschen, der Ejakulationsgänge und bei Prostatitis – ermöglicht, die Ursache zu ermitteln und zu beseitigen.

Die Eingriffe werden von Dr. med. Marek Chlamtacz, FEBU, Facharzt für Urologie und Allgemeinchirurgie, durchgeführt.

In unserer Klinik orientieren wir uns seit 2004 an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU).

Was kostet die Behandlung?

ab 4000 Euro All-inclusive-Pakete
Eingriff, Narkose, Aufenhalt, Patiententransport Berlin-Dr.Chlamtacz Klinik-Berlin 

Informieren Sie sich jetzt!
Hier geht es zur Terminbuchung